Der Sportverein für die ganze Familie im Norden von Frankfurt

Und wie hat es beim Tischtennis angefangen?

Die Geschichte der Abteilung Tischtennis

von Rainer Lange - Abteilungsleiter, 1988 /Quelle: Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach"

Alfred Laeger und Helmut Ratschinski sind noch immer dabei, und das nunmehr seit 29 Jahren!

Die erste Tischtennisplatte soll Mitte der 50er Jahre im Saal der Gaststätte "Zum Kühlen Grund" aufgestellt worden sein. Es bildete sich auch schon sehr bald eine spielwillige Mannschaft, doch versäumte der Vereins- vorstand die Anmeldefrist zur Teilnahme an einer offiziellen Verbandsrunde, und alles lief wieder auseinander. Beim 2. Versuch klappte es dann besser. Regelmäßiges Samstagstraining und viele Freundschaftsspiele, insbesondere mit dem Nachbarverein TTC Nieder-Eschbach, führten schließlich zum Start im September 1959. Nur noch Eingeweihten sind sicherlich die Namen der Gründungsmitglieder bekannt, es waren:

Hermann Fritsch, Heinz Erlebeck, Hans Starziczny, Josef (Peppi) Graf, Hans Carowe und die beiden oben Erwähnten.

Schon drei Jahre später konnten wir eine 1. Mannschaft melden, sicherlich auch wegen der damaligen ungewöhnlichen Trainingsbedingungen. Der Saal im "Kühlen Grund" - Holzfußboden, schlecht ausgeleuchtet, noch schlechter heizbar, an den Seiten Tische und Stühle aufgestapelt (wehe, wenn dorthin ein Ball rollte!), ohne "Wasch- und Duschgelegenheit", dafür aber eine Treppe tiefer Bier vom Daniel Nagel, später Karl Ciupka (letzterer mußte sogar manchmal aushelfen, wenn Not am Mann war). Und dann unsere zweite Trainingsmöglichkeit: die alte Sporthalle aus dem Jahr 1908; ob wohl noch viele wissen, daß die am Ortsausgang stand, wo heute das evangelische Gemeindezentrum ist? Gerade von dieser Halle gäbe es noch sehr viel zu erzählen; auch befreundete Vereine schwärmen noch heute von der einmaligen Atmosphäre - insbesondere, wenn es sehr kalt war. Es gab ja nur einen Ölofen, der öfters alle Anwesenden in die Flucht trieb, weil er hustete und in die Luft zu fliegen drohte. Doch warm war's dennoch dort selten. "Wir erinnern uns an Verbandsspiele, als wir in Mänteln, Mützen und sogar in Handschuhen spielten! Dafür aber gab es keinen Hausmeister, der das im Anschluss an das Spiel stattfindende gemütliche Beisammensein vorzeitig abbrach.

Ende der 60er Jahre begannen wir mit der Jugendarbeit. Zeitweise war der Zulauf so gewaltig, daß die Kinder "nach der Uhr" spielen mußten, alle 10 Minuten Plattenwechsel, denn 30 spielwütige Jugendliche wollten ja beschäftigt werden; systematisches Training war jedoch kaum möglich, galt es doch die unbeschäftigten Kinder einigermaßen im Zaum zu halten. Karlfried Cost, Christoph Reinhard, Michael Schmieg, Hans-Dieter Spies und Stefan Zink - also fast eine komplette 6er-Mannschaft - sind noch aus dieser Zeit "hängengeblieben" und kümmern (bzw. kümmerten) sich selbst wieder als lizensierte Übungsleiter um die Jugend; Hans-Dieter ist zwischenzeitlich sogar Jugendwart des Tischtenniskreises Frankfurt/Main. Das weibliche Geschlecht fing bei uns erst vor ca. 10 Jahren an, dafür war es aber gerade auf diesem Sektor sportlich sehr erfolgreich. Auch wenn es am Ende nicht reichen sollte, momentan zumindest spielen unsere Damen noch auf Bezirksebene; Regina Laeger und Christine Talhofer gehören zu denen der ersten Stunde.

Im 29. Jahr ihres Bestehens "leidet" die Tischtennisabteilung - wie viele andere auch - unter der Enge des Bürgerhauses. Bei 1 Damen-, 5 Senioren- und 6 Jugendmannschaften ist leider nur noch eingeschränktes Training möglich, da für die Verbandsspiele alle Platten benutzt werden müssen. Der jetzige Vorstand ist bemüht, eine vereinseigene Halle zu bauen, um diesen Mißstand zu beheben.

Zum Abschluß meiner historischen Darstellung möchte ich stellvertretend für alle hilfreichen Abteilungsmitglieder meinen Amtsvorgängern für ihre Aufbauarbeit danken:

Hermann Fritsch von 1959 bis 1963 / Alfred Laeger von 1963 bis 1969

Hans Schumacher von 1969 bis 1970 / Wolfgang Näser von 1970 bis 1977